Es gibt wohl kaum ein Thema auf der Welt, dass so umstritten ist wie die Ernährung. Wissenschaftler und solche die sich dafür halten, streiten unentwegt, welche nun für uns Menschen die beste Ernährungsform wäre. Da gibt es dann Wunderdiäten wie Atkins, Paleo, ImakeYouSexy, Schlank im Schlaf und so weiter, und so weiter. Ferner scheint die Brigitte, die Hörzu oder die Frau im Spiegel stets zu wissen was diesen Sommer sinnvoll wäre für die Bikinifigur und ein gesundes Leben.

Aber genau daran fehlt es diesen Diäten oft. Gesundheit. Das lässt sich sogar nur durch logisches Denken belegen. Welche Ernährungsform bei Acne inversa sinnvoll ist, versuchen wir heute in diesem Newsletter zu klären. Wie immer gilt, dass dies nur unsere eigene und die Erfahrungen in unseren SHGs widerspiegelt und nicht zwangsläufig wissenschaftlich fundierte Aussagen sind.

Wir Menschen sind auch nur Tiere. Hierzu ein Auszug aus Wikipedia: „Der Mensch (Homo sapiens) ist innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae). Der Mensch ist die einzige überlebende Art der Gattung Homo.“

Das heisst: Vergleiche aus der Tierwelt sind gar nicht so weit hergeholt. Darum wäre zunächst einmal zu klären was is(s)t der Mensch. Omnivore, Herbivore, Karnivore?

 

Omnivore (Allesfresser)
Der Omnivore oder auch Pantophage ist ein Allesfresser der sich sowohl von Tieren als auch von Pflanzen ernährt.

Herbivore (Pflanzenfresser)
Der Herbivore oder auch Phytophage ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich ausschließlich von Pflanzen.

Karnivore (Fleischfresser)
Der Karnivore oder auch Zoophage ist ein reiner Fleischfresser. Diese gibt es aber nicht nur in der Gattung der Raubtiere.

Viele Menschen bekommen von Kindesbeinen an beigebracht der Mensch ist ein Omnivore, also ein Allesfresser. Er benötigt sowohl pflanzliche- als auch tierische Kost. Richtig wäre allerdings: Der Mensch ist ein Herbivore und ein angelernter Omnivore.

 

Was soll das heissen?

Man sollte keine falschen Rückschlüsse ziehen. Nur weil ein Lebewesen in der Lage ist Tier zu verdauen, ist dies nicht gleich zusetzen mit: Er benötigt Tier. So ist das beim Menschen auch. Der Mensch ist zwar in der Lage Fleisch zu verdauen aber ursprünglich sind wir Herbivoren. Dazu gibt es reichhaltige anatomische Hinweise. Auch wenn wir die Aussagen von Anthropologen mal bewerten wollen, dass der Mensch nur so ein einmaliges Gehirn entwickeln konnte, weil er begann Fleisch zu essen. Kommen wir zu dem Schluss, dass unsere Unis heutzutage voller Löwen, Tiger, Geier, Adler, Schlangen und allerlei anderer Karnivoren sein müssten, denn diese verzehren ja ausschließlich Tiere. Daran kann es also schon mal nicht gelegen haben.

Der Darm eines Pflanzenfressers ist ungefähr 7-13 mal so lang wie dessen Körperrumpf. Der des Fleischfressers etwa 3-6 mal so lange wie sein Rumpf. Des Menschen Darm ist ca. 7 Meter lang. Also ca. 12,5 mal länger als unser Rumpf (durchschnittlich 56cm).

Unser Gebiss ist hingegen vieler Meinungen ausschließlich auf den Verzehr von Pflanzen ausgelegt. Die viel benannten Eckzähne (oft auch als Reisszähne bezeichnet) weisen in kleinster Weise auf eine fleischliche Ernährungsweise hin. Dazu sind diese viel zu stumpf. Die Eckzähne sind deshalb spitzer als alle Anderen, um damit harte Früchte und Nüsse knacken zu können. Fleischfresser haben im Vergleich zum Menschen weitaus längere Eckzähne. Es gibt aber auch eine Reihe Herbivore Tiere die verlängerte Eckzähne haben. Allen voran das Flusspferd oder der Moschushirsch. Beides reine Pflanzenfresser. Zudem Mahlen unsere Kiefer beim Kauen wie bei Pflanzenfressern. Fleischfresser können ausschließlich eine scherende Bewegung durchführen jedoch keine seitlichen (s. Löwe, Krokodil, Hund etc.).

Unser Gehirn ist auf bunte Farben programmiert. Sobald wir rote Kirschen, herrlich orangene Apfelsinen oder grüne Äpfel sehen, läuft uns das Wasser im Munde zusammen. Das kommt daher, dass unser Gehirn auf diese Farben trainiert ist. Als Herbivore reagieren wir besonders auf diese Art von Nahrungsmittel. Natürlich könnte man nun auch sagen, das Gleiche geschieht auch wenn wir ein schönes gebratenes Stück Steak sehen. Ja durchaus! Aber auch wenn wir eine Kuh oder ein Schwein in lebender Form betrachten? Wir dürfen nun einmal nicht vergessen, dass echte Karnivore oder auch Omnivore in der Natur keine Werkzeuge haben um ihre Nahrung zu töten, zu zerkleinern und dann noch zu braten. Der Löwe als Karnivore hat nur sein Gebiss und seine Pranken um ein Tier zu jagen, zu erlegen und dann komplett roh zu verspeisen. Wir Menschen benötigen dazu allerlei Hilfsmittel. Nie käme ein Mensch auf die Idee, einfach so in einen Schweinehintern zu beissen. Oder? Es läuft uns beim Anblick eines Schweins oder eines Rindes oder eines Fisches in der Regel auch nicht das Wasser im Munde zusammen. Ausser man sieht den Fisch unter Wasser und hat den Mund offen.

Um den Beweis anzutreten das wir Omnivore oder gar Karnivore sind, bitte ich jeden der das behauptet zwei Dinge zu tun um seine Theorie zu untermauern.

Erstens: Gehe vor die Tür uns suche dir ein Kleines Tier, wie zum Beispiel ein Eichhörnchen oder Maus oder etwas in dieser Art. Nun lasse deinen Natur gegebenen Instinkten freien Lauf. Jage das Tier, fange es, töte es und dann verspeise es komplett mit Haut, Haaren, Innereien bis auf die Knochen. Das alles ohne jegliche Hilfsmittel. So wie es eben Karnivore oder Omnivore Tiere tun.

Zweitens: Nehme ein Kleinkind so um die zwei oder drei Jahre alt und setze es zusammen mit einem Kaninchen und einem Apfel in einen Laufstall. Wenn das Kind das Karnickel isst und mit dem Apfel spielt, dann hast du recht.

So, nachdem wir nun ansatzweise geklärt haben das der Mensch ein Herbivore ist, kommen wir zu dem Punkt der uns Hilft gegen unsere Acne inversa zu Kämpfen. Ansatzweise deshalb, weil ich ein komplette Buch füllen Könnte mit Argumenten warum der Mensch ein Herbivore ist. Was hier aber sicher zu weit führen würde.

Grundlegend ist zu sagen, dass ein gesunder Körper sich selbst heilen kann. Unser Körper ist sogar darauf ausgelegt. Denkt man nur daran, dass unsere Wunden von alleine wieder zuwachsen, ganz gleich wie groß sie sind. Unser Körper bekämpft Viren und Bakterien. Warnt uns vor Gefahrensituationen um uns zu schützen und vieles mehr. Wir haben nur verlernt auf ihn zu hören.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein gesunder Körper auch die Symptomatik der Acne inversa lindern und sogar komplett verschwinden lassen kann. Gesund wird unser Körper aber nur, wenn wir ihn gesund machen. Durch unsere westliche Ernährungsweise machen wir ihn aber nur krank. Das sieht man daran, dass die Krankenhäuser voller Omnivore sind die an Herzerkrankungen leiden und vielerlei anderer Dinge. Es steht ausser Frage, dass wir auch durch andere Dinge wie Umwelteinflüsse und viele andere Ursachen krank werden können. Aber auch nur deshalb weil unser Körper durch die falsche Nahrung nicht mehr in der Lage ist genügend Kraft auf diese Gefahren zu verwenden. Denn dieser ist damit beschäftig die Giftstoffe die wir uns täglich in Massen einverleiben zu bekämpfen.

 

Oft wird bei Acne inversa eine Entzündungshemmende Ernährung mit Omega3 Zusatz empfohlen. Diese Meinung war ich bis vor Kurzem auch. Aber woher kommt das Omega3? Die Empfehlungen sagen: aus Fisch -allen voran Hering. In Fisch ist allerdings auch ein Stoff enthalten den wir gar nicht benötigen, der uns sogar Krank macht (den Fisch im übrigen auch), Quecksilber. Doch ein Hering, kann genau so wenig wie wir eine Überdosis Omega3 produzieren um dies dann in seinem Fleisch einzulagern. Wo bekommt er dieses dann her? Nun, aus seiner Nahrung. Der Hering ernährt sich von Plankton (Algen). Später auch von Zooplankton (Kleine Krebstiere, Schnecken usw.). Diese Zooplankton wiederum ernährt sich von was? RICHTIG, PLANZEN!

Wieso denken wir Menschen also, dass es gesünder und sinnvoller sei, die Vitamine Mikro- und Makronährstoffe gefiltert zu uns zu nehmen, statt diese gleich von der reichhaltigsten Quelle zu nehmen die den Stoff in weitaus höherer Konzentration produziert als es irgend ein Fisch kann. Der Pflanze! Spirulina bietet ein ausgeglichenes Verhältnis von Omega3 und Omega6 an. Zudem liefert sie das Lebenswichtige Vitamin B12 und noch viele weitere Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe. Wir benötigen kein tierisches Protein. Selbst wenn wir es wollten, wir könnten uns auch durch eine rein pflanzliche Ernährung nicht Proteinlos ernähren. Nahezu jede Pflanze enthält auch Protein. Allen voran Soja.

Jetzt heisst es aber nicht, dass wir Unmengen von Spirulina in uns hinein stopfen sollten und uns weiter so ernähren wir bisher. Eine komplette Ernährungsumstellung ist hier angebracht. Fast alle Ernährungsexperten sind sich einig, dass eine entzündungshemmende Ernährung auf Pescetarismus basiert. Ein Mensch der zu Pflanzen, Eiern, Milch auch noch Fisch ist, aber kein anderes Fleisch, nennt man Pescetarier.  Wir haben aber schon festgestellt, das Fisch nicht unbedingt gesund ist. Also bleibt noch der Vegetarismus. Also kein Fleisch, durchaus aber Eier, Milch und Milchprodukte.

Nun könnte ich alleine ein Buch darüber schrieben warum Milch alles andere als Gesund ist. Aber auch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Nur so viel. Kein Lebewesen dieser Erde benötigt nach dem abstillen, auch nur den geringsten Tropfen Milch. Die einzige Milch die wir Menschen brauchen, ist die unserer eigenen Mutter. Danach benötigen wir sie nie wieder. Ein Glas Milch enthält bis zu einer Pipette voll Eiter. Das ganze auch noch vollkommen legal und von der EU abgesegnet. Es steht sogar auf der Verpackung. Natürlich steht da nicht Eiter, sondern der Fachbegriff: Somatische Zellanteile. Denn stünde da Eiter, würde es niemand kaufen. Wie kommen die dort hinein? An der Quelle, durch die Kuh.

Eine Kuh in freier Wildbahn (so etwas gibt es aber leider nicht mehr), würde für ihr Kalb -und das ist der einzige Grund warum ein Kuh Milch produziert, für ihre Kälber- ca. 4-8 Liter Milch am Tag produzieren. Gerade so viel wie das Kalb zum überleben benötigt. Hochleistungskühe in den Milchproduktionsbetrieben geben allerdings bis zu 120L Milch am Tag. Diese muss man aber 3-4 Mal täglich mit Maschinen Abpumpen. Dadurch entzündet sich der Euter der Kuh innen wie aussen, da er dafür nicht ausgelegt ist. Der Euter eitert. Die Melkmaschine macht aber zwischen Eiter und Milch keinen Unterschied. JA, Milch wird pasteurisiert. Aber seit wann ist die Pasteurisation ein Entfernungsprozess. Es sterilisiert den Eiter lediglich, nimmt ihn aber nicht aus der Milch heraus. Im Übrigen ist Biomilch diesbezüglich auch nicht besser.

 

Warum braucht unser Körper Milch?

Na klar… wegen dem guten Kalzium! Die Milch macht’s!Nein, sie macht es nicht. Im Gegenteil. Der Milchkonsum übersäuert unser Blut. Unser Körper muss hier gegensteuern, denn sonst sterben wir. Unser Körper nimmt also einen Stoff um die Säure zu neutralisieren. Der einzige Stoff in unserem Körper der dies zu bewerkstelligen vermag ist Phosphat. Phosphat ist ausschließlich in unseren Knochen vorhanden. Aber auch nicht alleine, sondern im Verbund mit Kalzium. Das so genannte Kalzium-Phosphat. Der Körper zieht also nun das Kalzium-Phosphat aus den Knochen, nutzt das Phosphat zur Neutralisierung und scheidet das Kalzium wieder aus. Dies belegte eine wissenschaftliche Studie der Harvard Universität in welcher 75.000 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren hinsichtlich der Wirkung von Milch auf die Knochen beobachtet wurden. Das Ergebnis: Das Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose (Knochenschwund) stieg drastisch an. Verbessern lies sich aber die Knochendichte, durch die Aufnahme von Kalzium aus rein pflanzlichen Quellen. Das Fraktur-Risiko steigt nach Angaben der Forscher pro Glas Milch am Tag um 9%.

Aus diesen und noch tausend anderen Gründen ist auch Milch (und alles was aus ihr gemacht wird) für eine entzündungshemmende Ernährung nicht geeignet. Das Stichwort heisst Veganismus. Das komplette entfernen von tierischen Produkten aus unserer Nahrung. Natürlich in einem ausgeglichenen Maße, sodass wir alle wichtigen Nähstoffe bekommen. Am allerbesten ist natürlich ein so genannte Rohköstliche Ernährung. Aber die muss es nicht sein.

Wer dennoch nicht auf den Geschmack von Fleisch und Käse und Joghurt und Milch verzichten kann. Für den gibt es gute Nachrichten. Alleine für Milch gibt es 7 verschiedene Ersatzprodukte die rein pflanzlich und gesund sind. Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch, Haselnussmilch usw. Es gibt allerlei Fleischimitate, die in ihrer Struktur und Geschmack von Fleisch nicht zu unterscheiden sind. In der ZDF Sendung „Rach klärt auf“ wurden einhundert Soldatinnen und Soldaten unter dem Vorwand eine Currysoße testen zu wollen, eine rein vegane Wurst serviert. Keiner der einhundert Teilnehmer bemerkte, dass es sich um eine rein pflanzliche Wurst handelte. Das Argument, die vegane Ernährung wäre teurer als die Omnivore stimmt auch nicht. In der Regel ist Gemüse billiger als Fleisch. Die teuren Ersatzprodukte nimmt man ohnehin nicht täglich zu sich. Von daher gleicht sich das wieder aus.

„Es gibt nur vier Gründe, warum der Mensch tierische Produkte verzehrt: Gewohnheit, Tradition, Bequemlichkeit, Geschmack. Ansonsten gibt es nichts in tierischen Produkten, was unser Körper benötigt oder wir aus rein pflanzlichen Produkten nicht aufnehmen können.“ -Gary Yourofsky / US-Amerikanischer Tieraktivist / Veganer

Zudem hat sich gezeigt, dass der zusätzliche Verzicht auf Gluten (Klebeeiweiß) zu sehr guten Ergebnissen geführt hat. Schon nach wenigen Wochen traten erste Erfolge ein. Zudem werden durch die vegane Ernährung bei Übergewichtigen, drastische Gewichtsverluste verzeichnet. 30kg in Drei Monaten sind eher die Regel als eine Seltenheit. Diabetiker (auch ich selbst) berichten, dass sie binnen 30 Tagen veganer Ernährung kein Insulin mehr benötigen, dennoch täglich mehr als satt sind und sich gut fühlen.