Laut DocCheck gelten Histamine als „wichtiger Mediator bei Entzündungen“. Das sollte man bei einer chronisch entzündlichen Erkrankung wie Acne inversa natürlich ernst nehmen. Doch kann man Histamine wirklich als Auslöser für Abzesse und Fisteln sehen? Oder ist es lediglich ein Strohhalm an welchen sich Betroffene klammern möchten?

Ja und nein. Letztlich kann diese Frage, ob Histamine Abszesse und Fisteln auslösen, wohl nicht zu einhundert Prozent geklärt werden. Zumindest nicht von uns Laien. Was man aber sagen kann ist, dass vor allem Kartoffeln und Erdnüsse immer mit Histamine in Verbindung gebracht werden. Hierüber wurden in den Acne inversa Selsbthilfegruppen schon einige Diskussionen geführt. Doch Kartoffeln zum Beispiel, sind auch bei einer totalen Histaminintoleranz verträglich, wie diese Übersichtstabelle verät: http://bit.ly/29C1VIN. Erdnüsse hingegen scheinen voller Histamine zu stecken. Dies deckt sich auch mit Berichten vieler Betroffener, welche Aussagen, dass Abszesse vor allem nach dem Verzehr von Erdnüssen auftreten. Dies könnte unter Anderem auch erklären, warum vor allem nach Weihnachten, vermehrt Acne inversa Schübe auftreten.

Der Histamingehalt in Lebensmitteln ist vor allem vom Reifegrad Dieser abhängig. Darum gibt man mitlerweile auch nicht mehr generell Lebensmittel an, die bei Hitaminintoleranz nicht gegessen werden dürfen. So sind zum Beispiel gegärte und fementierte Produkte wie Sauerkraut oder Alkoholika wie Wein, Bier und Spirituosen besonders Histaminhaltig. Ebenso überreifer Käse und verschiedene Fischsorten.  Lebensmittel sollen immer so frisch wie möglich aus dem Kühlschrank gegessen werden und auf Fertigprodukte und Konserven sollte man komplett verzichten. Dies sagt diese Webseite: http://bit.ly/2ahKKsY

Wo sind Histamine enthalten?

Eine berechtigte Frage. Was kann man noch essen? Die einfache Antwort: Alles Andere. Die weitaus kompliziertere: Das kommt darauf an. Es kommt darauf an, wie weit man das Spielchen treiben möchte. Selbst wenn Histamine als Entzündungsauslöser gelten, reden wir bei Acne inversa ja nicht von einer Histaminintoleranz, sondern „lediglich“ von einem möglichen Trigger. Dieser wird aber auch nicht bei allen Betroffenen beobachtet. Zudem müsste man im Vorfeld auch alle anderen möglichen Lebensmittel bezogenen Trigger wie Arachidonsäuren oder Gluten ausschließen, um sicher zu stellen, dass Histamine der tatsächliche Trigger sind. Doch dann wird es mit dem Essen wirklich schwer. Wer es dennoch versuchen möchte, finden auf dieser Webseite: http://bit.ly/2a5w03Y einige Rezepte zur histaminfreien Ernährung.

Versuch macht Kluch

Schaden kann ein Versuch sicherlich nicht, zumindest den Verzehr von Histaminen zu reduzieren. Hier könnte man auf die eindeutigen histmainhaltigen Lebenmittel wie Erdnüsse, Alkohol und Konserven verzichten. Ohnehin sind frische unverarbeitete Lebensmittel gegenüber Fertigprodukten die gesündere Ernährungsweise.