Was ist Vitamin D3?

Hingegen dem Namen, ist Vitamin D3 eigentlich ein Hormon (dennoch wird es im Folgenden Vitamin genannt), da es vom Körper selbst hergestellt werden kann. Vitamine müssen alle von Außen zugeführt werden. Es ist ein Botenstoff, der, neben tausenden anderer Aufgaben, die Calciumaufnahme über unseren Darm regelt, beim Knochenaufbau hilft und eine wichtige Rolle in unseren Muskeln spielt. Erst durch Vitmain D3, sind wir in der Lage Calcium aufzunehmen. Es ist also ein lebensnotwendiger Stoff, dessen Mangel für zahllose Erkrankungen verantwortlich sein kann. Unter Anderem

  • Osteoporose
  • Herzinfarkt
  • Depressionen
  • Muskelkrämpfe
  • Haarausfall
  • sogar Krebs
  • und vielen Andere.

Das Vitamin kann von nahezu jeder Zelle unseres Körpers gebildet werden. Allerdings nur unter ausreichender UVB-Einstrahlung. In unseren Breitengraden (47 und 55 Nord) ist die Sonneneinstrahlung allerdings nicht ausreichend intensiv, um den Vitamin D Haushalt zu füllen. So können wir nur sehr schwer über den Sommer, ausreichend Vitamin D3 speichern um es eben im Winter verbrauchen zu können. Zudem sind wir meist zu sehr mit Kleidung verhüllt und bieten der Sonneneinstahlung nur wenig Fläche um ausreichend Vitamin-D3 zu produzieren. Vitamin D ist fettlöslich und wird im Körperfett gespeichert und von dort wieder in die Blutbahn abgegeben.

 

Der Vitamin-D3-Mangel wird heute immer noch erheblich unterschätzt. Der Grund liegt schulmedizinisch oft daran, dass man symptomatisch und nicht ganzheitlich behandelt. Leidet man zum Beispiel an Depressionen, muss dies, laut der meisten Schulmedizinern, an den Lebensumständen liegen. Die wenigsten Psychologen überprüfen in diesem Zusammenhang den Vitamin-D-Spiegel. Welcher im Mangelzustand durchaus für Depressionen verantwortlich sein kann. Hierzu gibt es jedoch mannigfaltige Studien, die genau dies belegen. Der Grund liegt in dem darauf fußenden Calciummangel, welcher wiederum den Serotoninspiegel beeinflusst. Zudem ist Calcium auch indirekt am Aufbau von Nerven beteiligt. Die Depression kann somit ein Symptom eines massiven Vitamin-D-Mangels sein. Statt aber nun einfach den Mangel zu beheben, behandelt man die Depression mit entsprechenden Antidepressiva.

Wer leidet unter einem Vitamin-D3-Mangel?

Nachforschungen haben ergeben, dass bis zu 75% (Frauen und Männer) in Deutschland, einen 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel (25(OH)-Vitamin D3) unter 50 ng/ml aufweisen. Dies gilt bereits als Vitamin-D-Mangel. Dieses Ergebnis wurde teilweise sogar unter zusätzliche Einnahme von Vitaminpräparaten erzielt. Die Dosen waren jedoch zu gering. Der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel gibt an, wie viel des Vitamins in unserem Körper gespeichert wird und zeigt den Langzeitspeicher. Veränderungen des Spiegels werden jedoch nicht sofort in den Blutwerten sichtbar. Es dauert mehrere Wochen bis man Veränderungen des 25(OH)-Vitamin-D3 messen kann.

Wie kann ich meinen 25(OH)-Vitamin-D3-Spiegel messen?

Vitamin-D3-Test-Kit

Der einfachste Weg, ist schlicht der Gang zum Hausarzt. Dort kann man dann mittels Blutentnahme den Wert bestimmen lassen. In der Regel, wird diese Untersuchung jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen, sodass man selbst in die Tasche greifen und den Test bezahlen muss. Die Höhe der Kosten sind von Labor zu Labor unterschiedlich, sollte jedoch zwischen 30,00 und 50,00 Euro liegen.

Allerdings kann man mit so genannten Vitamin-D-Messkits, den 25(OH)-Vitamin-D3-Spiegel auch zuhause selbst messen. Diese kosten um die 30,00 Euro und werden mit ausreichenden Gebrauchsanweisungen und einem frankierten Rücksendeumschlag geliefert. Der Vorteil dieser Kits liegt darin, dass die Auswertung viel umfangreicher ist (mehrere DinA4 Seiten), als die des Labors des Arztes (nur ein Blutwert). Man bekommt zudem noch Tipps zu den entsprechenden Werten. Wie man unter Umständen den Haushalt auffüllen und halten kann und vieles mehr. Die durchführen des Tests, dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Die Auswertung erfolgt ebenfalls in einem professionellen Labor und ist entsprechend zuverlässig.

Vitamin-D-Spiegel auffüllen

Viele Wege führen nach Rom. Meistens. Bei Vitamin-D3-Mangel jedoch ist es recht schwer, den Haushalt aufzufüllen. der Grund liegt zum einen darin, dass wir nicht ausreichend der Sonne ausgeliefert sind und zum anderen es keinen Sonnenersatz gibt. Was zugleich die Frage nach Solarien klärt. In Solarien werden die für den Vitamin-D-Aufbau wichtigen UVB-Strahlen meist herausgefiltert.

Auffüllen durch Nahrung

Es ist nahezu unmöglich den Vitamin-D-Spiegel durch Nahrung aufzufüllen. Oft liest oder hört man Empfehlungen von fettem Fisch oder Milch. Diese enthalten zwar Vitamin-D3, jedoch in so geringer Menge, dass man zum Beispiel 5 mal in der Woche 1 Kilogramm Makrele oder Lachs essen müsste um den Vitamin-D-Spiegel zu halten. Mit Milch verhält es sich ähnlich.  Man müsste 22 Liter Milch am Tag trinken. Auch Vitamin D angereicherte Säfte wären in diesen Mengen kaum zu bewältigen und aufgrund des Zuckergehaltes und anderer Zusatzstoffe auch nicht angeraten. Man müsste davon 1,9 Liter täglich zu sich nehmen.

Auffüllung durch Supplimentation

 Vitamin D3 - 10,000 IU - Jelly Vitamins

Man kann Vitamin D3 Präparate in hohen Dosen (10.000 I.E.) mittlerweile sehr gut online kaufen. Ein Jahresdosis kostet so im Schnitt weniger als 35,00 Euro (60 Kapseln, rund 16,00 Euro). Über 10.000 I.E. sind diese Präparate verschreibungspflichtig. Leider werden die Kosten hierfür, oft nicht von den Kassen übernommen. Das derzeit bekannteste Mittel ist Dekristol und kostet pro 50 Weichkapseln mit 20.000 I.E. um 30,00 Euro. Der Klick im Onlineshop lohnt sich also in jedem Fall.

Wie viel Vitamin-D3 muss ich nehmen?

Das kommt auf verschiedene Werte an. Zunächst ist das Körpergewicht ein entscheidender Berechnungsfaktor. Ein Mensch mit einem Körpergewicht von 70 Kg, benötigt 3.333 I.E. pro Tag, nur um den aktuellen Spiegel zu halten. Ein 140 Kg schwerer Mensch dementsprechend bereits 6.666 I.E. pro Tag. Nun muss aber der Haushalt in den meisten Fällen aufgefüllt werden. Man muss also deutlich mehr einnehmen um dies zu erreichen. Die von vielen Ärzten empfohlene Dosis in Höhe von 20.000 I.E. pro Woche reicht in den meisten Fällen (ausgehend von den 3.333 I.E.) nicht einmal aus, um den aktuellen Spiegel zu halten. Hier bräuchte man bereits rund 23.300 I.E. Bei höherem oder geringerem Körpergewicht, dementsprechend mehr oder weniger.

 

Gesund in sieben Tagen - Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie

Ein weiterer wichtiger Wert, ist der aktuelle 25(OH)-Vitamin-D3 Wert. Ausgehend von diesem, wird berechnet, wie viele Internationale Einheiten zusätzlich zur Tagesdosis eingenommen werden müssen, um einen Zielwert von 75 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) zu erreichen. Es gibt hierzu eine spezielle Formel, die an dieser Stelle allerdings aus Copyrightgründen nicht genannt werden darf. In dem Buch „Gesund in sieben Tagen – erfog mit der Vitamin-D Therapie“ wird von  Dr. Raimund von Helden die von ihm entwickelte Formel für die Auffüllung und das Halten des Spiegels umfangreich erklärt. Alternativ, kann man seine Auffülldosis hier berechnen: www.melz.eu

Es spielt im Übrigen auch keine Rolle, ob man die Präparate täglich oder einmal wöchentlich einnimmt. Da diese ja eine Depotwirkung haben. Hier kann man je nach belieben vorgehen. Mehr dazu findet man auch in oben genanntem Buch. Schwangere, stillende Mütter und bei Kindern muss die Dosis jedoch entsprechend angepasst werden.

Kann man Vitamin-D3 überdosieren?

Grundsätzlich kann man alles überdosieren. Es gibt Berichte über Todesfälle, in welchen man durch die extrem schnelle (wenige Minuten) und massive Aufnahme von Wasser (10 Liter) berichtet. Bei Vitamin-D3 wird es aber entsprechend schwer, über zu dosieren. Selbst eine einmalige Dosis von 300.000 I.E. oral eingenommen, wirkt nicht toxisch. Dies ergab eine entsprechende Studie. Auch eine langfristige orale Einnahme von täglich 10.000 IE Vitamin D3, war über einen Zeitraum von 5 Monaten nicht toxisch. Man braucht also gar nicht so viel Angst zu haben, dass man überdosiert. Die Gefahr ist zwar vorhanden, jedoch relativ gering. Grundsätzlich sollte man sich allerdings nur mit ärztlicher Begleitung Therapieren.

Vitamin K2 in Verbindung mit Vitamin D3

Es ist zudem wichtig, zusätzlich zu dem Vitamin D3 auch Vitamin K2 einzunehmen. Durch die verbesserten Vitamin D3 Werte, nimmt der Körper nun vermehrt Calcium auf. Um nun eine so genannte Hypocalcämie (Calium Überdosis) zu vermeiden, muss man Vitamin K2 einnehmen. Dieses Vitamin sorgt nun dafür, dass das Calcium in Knochen und Zähnen eingebaut wird und nicht einfach nur im Blutkreislauf vorhanden ist.

 

Fazit

Vitamin-D3 ist einer der wichtigsten Stoffe in unserem Körper. Es ist für viele Vorgänge unerlässlich und die Wichtigkeit des Hormons wir selbst von Ärzten oft unterschätzt. Fast jeder zweite Deutsche leidet unter einem Vitamin-D3-Mangel (<50 ng/ml), oft ohne dies wirklich zu bemerken. Letztendlich kann nur eine entsprechender Bluttest Aufschluss über den aktuellen Status geben. Diese kann man auch bequem und unkompliziert zuhause durchführen. Es ist zudem wichtig, einen gesunden Vitamin-D3-Haushalt zu haben und diesen regelmäßig (alle 6 Monate) zu überprüfen. Bei einem Mangel, sollte man entsprechend auffüllen um ein weiteres Absinken des Wertes zu verhindern. Eine Überdosierung ist in der Regel nur schwer möglich. Die Erhaltung des Spiegels ist mit unter 35,00 Euro jährlich, verhältnismäßig günstig zu bewerkstelligen.